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Donnerstag, 09 September 2010
Diving PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 25 September 2003
Waehrend der HalfMoonParty habe ich auch am gleichen Strand Hat Ran Bin in Ko Pan Ngan einen Bungalow gehabt, entscheide mich aber dort nur eine Nacht zu bleiben, da der Beach wirklich am Arsch der Welt ist(genauer gesagt im Suedosten). Ich wollte mir noch mal die Nordwestkueste anschauen und probiere mir ein Taxi zu organisieren. Gar nicht mal so einfach von der einen Seite auf die andere Seite zu kommen.

Auf Ko Pan Ngan gibt es nur wenige befestigte Strasen und ausserdem ist die Insel aeusserst huegelig. Schon am Strand kommen einem voll viele Taxi- oder Boottaxifahrer entgegen und bieten einem ihre Dienste an. Ich verhandele mit einem Taxidriver und er sagt mir, dass ich fuer 400Baht auf die andere Seite gebracht werde. Ich erwidere, ich will sein Taxi nicht kaufen und kann schliesslich 150 Baht als Preis rausholen. Erst will er mich 30 Minuten warten lassen, worauf ich heftigst demonstriere und ihm sage, dass ich sonst ein anderes TukTuk nehme.

Naja, zumindest sichert er mir zu, mich ohne Wechseln des Autos zum Had Salat Beach zu bringen. Besser gesagt sicherte mir zu, in Thon Salad, derm kleinen Hauptdoerfchen, muss ich dann doch das TukTuk wechseln und der Fahrer will mich nicht ganz bis zum Strand fahren, sondern eheer rauslassen. Fuer 50 Baht wuerde das natuerlich anders aussehen... Halsabschneider.

Waehreend der Fahrt komme ich mit einem britischen Paerchen ins Gespraech, die echt einen ueblen Motorradunfall hatten. Der Mann ist auf dem Sandboden ins Rutschen gekommen und ueber den Boden geschlittert und hat sich den gesamten Koerper aufgeschuerft... Kein schoener Anblick bei den ganzen Verbaenden. Wobei man auch sagen muss, dass die Aerzte sehr dilletantisch sein muessen. Soar ich mit meinem kleinen Medicalpack bin besser ausgestattet gewesen. Naja, ich entscheide mich darauf mir kein Motorbike mehr zu leihen, einfach viel zu gefaehrlich.

Waehrend der Fahrt entscheide ich mich einen Strand vorher auszusteigen, damit entgehe ich der Diskussion, ob der Fahrer mich nun bis zum Ziel faehrt oder nicht. Am Had Yow BEach ist auch richtig geil. Ich nehme mir einen Bungalow direkt am Strand mit Meerblick und Haengematte vor der Tuer. Traumhaft. Am Strand relaxe ich ein wenig bis dann der Himmel zuzieht. Auf einer Schaukel, die in den Wipfeln der Palmen festgemacht ist, geniesse ich die Aussicht.

Schon laenger hatte ich mit dem Gedanken gespielt mal eine Thaimassage am Strand auszuprobieren. Fuer 200 Baht bekommt man eine Stunde lang eine Massage. Echt cool, man liegt am Strand, hoert das Rauschen des Meeres und das Rascheln der Palmen im Wind und wird von oben bis unten durchgeknetet. Nach der Massae sind alle Koerperteile gelockert. Das werde ich wohl nochmal machen.

Den Abend geniesse ich einfach mal wieder alleine. Irgendwie tut das auch mal gut, einfach mal nicht Englisch babbeln und einfach mal relaxen und nachdenken. In einer Strandbar geniesse ich einen herrlichen Pancake, ein leckeres Changbier (6 Prozent) und schaue mir den Film Gorillas im Nebel an.

Am naechsten Morgen geht es nach einem Fruehstueck direkt am Strand mit dem TukTuk nach Thong Salad zurueck. Es gibt nur eine taegliche guenstige Verbindung vom Strand zum Pier. Also nehme ich das TukTuk. Waehrend der Fahrt lerne ich Maria und Sabrina kennen. Zwei (hammersuesse) Schnittchen vom Chiemsee. Mit den beiden sitze ich dann noch 2 Stunden im Cafe und wir quatschen ueber Gott und die Welt. Ausserdem kommt mein Medicalpack wieder mal zum Einsatz. Maria hat sich derbe am Auspuff vom Motorbike verbrannt. Zu guter Letzt laden die beiden mich auch noch auf meine Getraenke ein, sehr nett...

Ich nehme das Boot nach Ko Tao, der dritten Insel, die im Norden von Ko Pan Ngan liegt. Das Boot ist relativ klein und hat zwei Decks. Waehrend der Fahrt, uebrigens nur Traveller an Bord, unterhalte ich mich mit einer netten Irin, einer deutschen, die mal wieder auf meinen Gluecksbrinegr Maulwurf aufmerksam geworden ist und einem Hollaender names Bas. Bas will genauso wie ich Tauchen gehen und seinen Advanced-Kurs machen. Im Gegensatz zu mir hat er aber seinen Beginner-Schein in Sydney gemacht. Auf dem Boot fahren auch schon einige Schlepper mit, die gleich ihre Angebote unter das Volk bringen. Bas und ich entscheiden uns, ein Zimmer zu teilen und dadurch eventuell den Preis zu druecken.

Angekommen in Ko Tao warten bestimmt 30 Schlepper, um einen in eine der Tauchschulen zu bringen. Wir testen die erste, vergleichen mit einer anderen und holen einen guten Preis fuer einen 4 Tage Open Water Tauchkurs raus. Von 7800 Baht, zahle ich schliesslich incl. Top-Unterkunft 6400 Baht, was ca. 155 Euro sind, ein Schnaeppchen. ICh entscheide mich auch gleich 2 Stunden nach Ankunft loszulegen und schaue mir im Schulungscenter ein 2 Stunden Video an und habe das erste Briefing. Abends ziehe ich mit Bas durch das kleine Dorf und wir gehen zum Strand, um ausgezeichnet zu essen.

Am naechsten Morgen geht es dann frueh los. Wie in der Schule haben wir zwei Stunden Theorie vor uns. Gestern habe ich schon knapp 200 Seiten im Buch gelesen und mich ein wenig vorbereitet. Meine Gruppe ist sehr klein. Thomas und Sylvia zwei Flatmates aus der Slowakei
, die in Sydney zusammengewohnt haben, und ich sind die einzigen, die das Taucher beginnen wollen. Wir treffen unseren Dive-Instruktur. Nathaly ist Belgiern und super sympathisch. Wir lernen wie man unter Wasser atmet, Druck ausgleicht und schwerelos wird. Alleine die Therorie ist schon super spannend. Am Nachmittag geht es dann zum ersten Tauchausflug.

Nathaly fragt uns, ob wir Lust haben, anstatt im Swimmingpool im Meer zu proben und wir sind einverstanden. Es geht mit dem Boot in die Mangobay. Auf dem Boot praeparieren wir unsere Ausruestung. Eigentlich gar nicht so schwer. Bevor wir diese allerdings anlegen duerfen, muessen wir einen Schwimmtest bestehen und paddeln 15 Minuten um unser Boot, um unsere Schwimmkuenste zu demonstrieren.

Dann geht es das erste Mal mit Ausruestung ins Wasser. Ein grosser Schritt und plumps, der Taucher Strucki ist im Wasser. Wir schwimmen zum Ufer der Bucht, die nur von See aus erreicht werden kann. Im flachen Wasser fangen wir an, die in der Theorie gelernten Sachen zu ueben. Mann, macht das Spass. Um uns herum sind tausend Fische und auch wenn man in dem seichten Wasser noch stehen kann, ist das schon unglaublich. Neben Natahly sind noch zwei Divemaster an unserer Seite Ed und Patrick, die uns ebenfalls unterstuetzten. Man stelle sich vor, drei Ausbilder und drei Beginner. Super Verhaeltnis.

Eigentlich laeuft alles reibungslos, ausser, dass ich zu wenig Blei genommen habe und nicht richtig sinke. Tja Fett schwimmt halt oben. ;-) Naja, aber auch das Problem wird geloest. Insgesamt sind wir zweimal ca. 35 Minuten unter Wasser und trainieren, was passiert, wenn z.B. die Taucherbrille voll Wasser ist oder man seine zweite Stufe (Atmungsgeraet) verliert, etc. Stolz, schon einiges geschafft zu haben, geht es zurueck zum Boot.

Abends treffen Bas und ich die beiden Slowaken am Strand und Thomas empfiehlt mir ein excellentes BBQ. SUper lecker, mehrere Fleischsorten dazu ein kuehles Bier und nicht teuer... Traumhaft. Mit Blick aufs Meer vergeht der Abend mit Quatschen, quatschen, quatschen....

Der naechste Morgen ist wieder der Theoie gewidmet. Nachmittags geht es dann das erste Mal aufs Meer. Diesmal sind wir nur zu viert, die ebiden Divemasters sind nicht mehr mit dabei. Waehrend Thomas als Buddy (derjenige, der auf den anderen aufpasst) Silvia hat, ist Nathaly mein Buddy. Nun geht es also das erste Mal unter Wasser. Und gleich ein Problem! Mein Druckausgleich in den Ohren funktioniert nicht auf Anhieb. Aber ich kriege es hin und dann die erste Grundberuehrung in 12 Metern Tiefe. Das Gefuehl schwerelos zu sein, das zu machen was man will. Mit der Atmung seine Tiefe zu bestimmen, sich treiben zu lassen, Rollen unter Wasser zu machen, mit dem kopf nach unten, die Fuesse in die Hoeh im Wasser zu stehen.

Ausserdem ist Ko Tao, die Schildkroeteninsel, bekannt fuer die beste Tauchinsel in Thailand, alleine die Fisch- und Artenvielfalt in dieser Unterwasserwelt ist unglaublich. Insgesamt bleiben wir beim ersten Dive in 12 Meter Tiefe 35 Minuten unter Wasser. Nach einer Stunde Pause, das Boot ist mittlerweile zu einem anderen Tauchziel gefahren, geht es zum zweiten Mal unter Wasser, wieder habe ich das Problem, das der Abgang nicht so reibungslos laeuft, aber einmal tief unter Wasser, geht es bestens.... Waehrend wir ein paas Uebungen machen, kreis ein Riesenschwarm Barracudas um uns herum. Echt cool...

Abends bin ich dann hammerfertig und muede. Das ist schon alles ein wenig anstrengend. Zusammen mit Bas gehe ich zum Strand. Ein pfiffiger Barunternehmer hat eine 3*4m Leinwand im Wasser aufgebaut und zeigt dort jeden Abend Filme. Am Strand liegen dann ueberall Kissen und Decken. Waehrend man sein Bierchen schlappert, geniesst man die Atmosphaere, schaut den Fischerbooten zu, die in weiter Ferne auf dem Meer taenzeln, und beobachtet die Sterne, die im wolkenlosen Himmel um die Wette blitzen.

Frueh morgens, um 7.40 Uhr werden Silvia, Thomas und ich vom TukTuk abgeholt und es geht zum Tauchen. Super frueh, aber man kennt ihn ja: The Early Bird!!! Heute erreichen wir dann unsere Maximaltiefe von 18 Metern und ich habe gar kein Problem mit dem Druckausgleich. Allerdings sind wir heute nicht mehr zu dritt, sondern Adam, Maria und Donald tauchen mit uns. Adam, British Guy, wird mein neuer Buddy. Das einzige Problem, das ich habe, ist an diesem Morgen, das ich waehrend des Druckausgleich zuviel Luft verbraucht habe und mein Tank nach 45 Minuten leer ist. Ich logge mich dann aber an Adams Luftsystem und nach einem Safety Stop in 5 Metern Hoehe, komme ich sicher zurueck an die Oberflaeche.

Ebenso wie der erste Tauchgang, ist auch der zweite unglaublich, fast sogar noch besser... Adam und ich probieren viel aus.. ;-) Dann ist auch der vierte richtige Tauchgang zu Ende und im Dive-Center folgt das Abschlussbriefing und wir vervollstaendigen unser Logbuch. Was uns dann schliesslich noch fehlt, ist die schriftliche Abschlusspruefung. Wir muessen einen 50 Fragen Multiple Choice Test schreiben, den ich mit 86 Prozent bestehe. Ab nun darf ich mich OpenWaterDiver nennen und ich bin mir sicher, das war nicht der letzte Dive.

Gegen Nachmittag und nach bestandener Pruefung relaxen Silvia und ich am Strand, schwimmen im Vergleich zu unseren Tauchtiefen im schweinewarmen Meer und beochbachten den besten Sonnenuntergang, den ich je gesehen habe, leider ohne Kamera.

Abends wollen wir drei us noch mit Nathaly im Whitening, einem gemuetlichen Restaurant am Strand treffen. Leider schafft es ANthaly nicht mehr zu kommen, da sie noch einen Nightdive hat, aber wir drei essen super lecker (Garlic Pepper Snapper Fish), trinken mehrere Cocktails auf unseren bestandenen Kurs und geniessen die entspannte Atmosphaere.

Die gesamte Nacht hindurch regnet es und ich kann auch nicht sehr gut schlafen, irgendwie hab ich mir kleine Halsschmerzen eingefangen, aber dank Hexal(Dank an Maren), konnte ich dem gleich mal entgegenwirken. Am naechste Morgen heisst es packen und Abschied nehmen...

Es geht nach Bangkok, aber davon erzaehle ich ein anderes Mal....

Lieben Gruss in die Welt...
Strucki

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