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Montag, 06 Februar 2012
Ilha do Mel PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 31 Oktober 2004
Nach unserer Eisenbahnfahrt von Curitiba nach Morretes und einer weiteren Busfahrt, erreichen wir Paranaguá. Diese Industriestadt ist nicht wirklich interessant, wir kaufen die Fährtickets und setzen mit einer kleinen Barkasse ca. 1,5 Stunden über. Die Honiginsel (2.760 Hektar Fläche) ist eine eigenartig geformte Insel in der Einfahrt zur Baía de Paraná.

Ausser einer Festung aus dem Jahr 1767, die die Portugiesen gegen die Franzosen und Spanier errichteten, ist dort nicht viel an baulichen Veränderungen vorgenommen worden. Die Insel steht als Patrim?nio Nacional unter dem besonderen Schutz der Regierung und man verhindert so, dass sich reiche Privatleute ihren Grund untereinander aufteilen.

Die Insel ist ein beliebtes Ausflugsziel im Sommer, nicht zuletzt wegen ihrer ausgezeichneten Strände und der landschaftlich schönen Spazierwege. Erst seit 1988 gibt es hier elektrische Energie, und man bemüht sich ganz bewusst, die Landschaft in ihrer Ursprünglichkeit zu erhalten.

Da am Montag Feiertag ist, stellt es sich als schwierig heraus eine freie Pousada zu finden. Aber dann werden wir doch noch fündig. Jose und Axel hüpfen sofort ins Meer, ich zögere noch ein wenig, da meine Erkältung mich richtig leiden lässt. Aber die beste Möglichkeit meine Nase mal komplett durchzuspülen.

Abends machen wir dann einen Spaziergang zum Leuchtturm und geniessen den Sonnenuntergang zusammen mit einigen Brasilianern in unserem Alter. Der "Farol das Conchas" ist ein alter Leuchtturm von 1872, gebaut im Auftrag von Dom Pedro II. zur Orientierung der Schiffe in der Bucht von Paranaguá.

Am nächsten Morgen verpassen wir natürlich prompt das Frühstück, da wir alle so tief und fest geschlafen haben. Das Frühe zu Bett gehen von Strucki hatte sich gelohnt, die Erkältung war um einiges abgeklungen, was natürlich auch an der Meeresluft gelegen haben wird. Wir machen einen vier Kilometer langen Spaziergang am Strand zum Fort Fortaleza da Barra. Das Fort wurde im Jahr 1767, im Auftrag des Königs von Portugal, Dom José, erstellt, um die Bucht von Paranaguá zu beschützen. 1850 fand zwischen dem englischen Kriegs-Dampfschiff Cormorant und dem Fort eine Auseinandersetzung statt, als der englische Kapitän drei brasilianischen Schiffen beladen mit afrikanischen Sklaven, die Einfahrt in die Bucht verwehrte und so den Kampf auslöste.

Der Höhepunkt ist neben dem Besuch des Fortes auch die Bekanntschaft einer wunderschönen Brasilianerin, die uns nach der Uhrzeit fragt und dann auf dem Fort in eindeutigen Posen für ihren Kameramann poseiert. Leider verpassen wir die Oben-Ohne-Fotos. Dies haben aber ein paar brasilianische Jungs beobachtet, wie sie uns nachher aufgeregt mitteilten. Nach der Besichtung des Fortes, besichtigen wir noch Ausgrabungen auf dem nahegeliegenen Hügel und machen uns dann auf dem Rückweg zur Pousada. Doch leider wechselt das gute Wetter und es fängt an erst zu nieseln und dann zu regnen.

Völlig durchnässt kommen wir bei unserer Pousada an, wechseln die Klamotten und lassen uns vom Kilo-Büfett verwöhnen. Danach gehts auch schon zurück zum Hafen und wir kriegen just in time das Motorboot Richtung Pontal. Dort nehmen wir dann den Bus zurück nach Curitiba und Axel lernt die Vanessa kennen. Was sich daraus alles entwickelt, werd ich mal an anderer Stelle berichten...

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