 | Meinen ersten "Einsatz" hatte ich im Club Aldiana in Belek. Ich hatte mich mal beworben für Aldiana Schulungen und Kurse im Bereich Internet zu geben, aber denen dann abgesagt, nachdem ich erfahren habe, daß ich die Schulungsgebühren, Anreise und Übernachtung dafür selber zu bezahlen hätte. Das belief sich damals auf zwischen 800 und 1000 DM und ich fand es eindeutig zuviel. Vorallem, weil ich während meines Studiums die Inhalte eh schon längst drauf hatte und schon Schulungen für IT-Unternehmen in Konstanz gegeben hatte. |
Um so interessanter war eine Email, die ich, glaube ich an einem Mittwoch im Februar bekommen hatte, ob ich Interesse an einem Kurzeinsatz in der Türkei hätte. Ob ich eine Schulung gemacht habe, interessierte die nicht wirklich. Am Donnerstag wußte ich, daß ich am Freitag morgen Richtung Osten fliegen würde. Alles ziemlich spontan und interessant. Ärgerlich war, daß ich nur von Hannover fliegen konnte, weil man als Mitarbeiter nur ein Standyby-Ticket bekommt. Ich hab mir daraufhin einen Mietwagen genommen (mußte damals noch 30 Kilometer nach Singen fahren, weil in Konstanz keine billigen mehr verfügbar waren) und bin mit dem geliehenen Opel Corsa durch die Nacht nach Hannover gefahren. Völlig müde erreichte ich dann morgens um kurz vor acht den Flughafen. Dort erlebte ich dann die nächste Schattenseite von Standbytickets. Insgesamt 5 Leute vom Thomas Cook Konzern, für die ich ja nun auch arbeitete, wollten in die Türkei, es gab aber nur 2 freie Plätze. Da war natürlich das Gerangel groß und die Furcht stehen bleiben zu müssen wuchs. Nachher hatten wir dann doch alle Glück und nicht alle gebuchten Plätze wurden in Anspruch genommen und wir kamen alle mit. Angekommen im Club selbst mußte ich mich natürlich noch schnell mit der Infrastruktur vertraut machen, das ging aber relativ zügig, da ich das Clubleben ja schon von früheren Familienreisen gut gewohnt war. Björn, die rechte Hand der Internetsparte oder auch die Task-Force wies mich noch rasch einen Abend in die Struktur des Internetcafes ein und verschwand schon am nächsten Morgen. Dann war ich auf mich allein gestellt, arbeitete mich schnell ein und konnte gleich netten Gästen einige Schulungen geben. Abends war natürlich immer Party bis zum Umfallen angesagt, vor allem floß der Raki, der mir vom Juwelier, genau gegenüber von meinem Internetcafe, immer wieder großzügig spendiert wurde, weil ich ihm ein paar Werbebroschüren erstellt hatte. Die Zeit verlief wie im Fluge, es waren ja auch nur 10 Tage, viel gesehen hab ich bei diesem Trip kaum, dafür waren die anderen Trips erlebnisreicher. Aber immerhin hab ich nun auch in diesem Land mal gearbeitet und mal hinter die Kulissen eines Urlaubsclub schauen können. |