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Sonntag, 05 September 2010
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Colonia del Sacramento PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 09 Juni 2005
Auf nach Uruguay, als letztes Land meiner La-Plata-Tour will ich den Fussballweltmeister von 1930 und 1950 besuchen. Uruguay ist ca. halb so groß wie Deutschland, hat aber nur 3,5 Mio. Einwohner.

Früh starte ich in Buenos Aires, nur mit Handgepäck bewaffnet. Der 129er Bus nimmt mich mit zum Buquebus-Terminal, dort kaufe ich mir für 89 Pesos ein Ticket nach Colonia del Sacramento. Mit dem Schnellboot können wir den riesigen bis zu 220 km breiten Mündungstrichter des Río de la Plata überwinden, der hier aber nicht wirklich die volle Breite hat. Trotzdem kann man bei der Abfahrt in Buenos Aires die uruguayische Seite nicht sehen. Auf dem Río de la Plata, der aus den beiden großen südamerikanischen Strömen Paraná und Uruguay gespeist wird, sind kaum Schiffe unterwegs, was mich ein wenig überrascht.

Um 12.10 Uhr dann Ankunft in Colonia del Sacramento, einer niedlichen kleinen Kolonialstadt. Erstmal Gepäckkontrolle, man darf keine Früchte oder sowas einführen. Eigentlich hatte ich ein reges Treiben erwartet, wenn die Fähre im Hafen eintrifft, aber nichts dergleichen. Ein paar Jungs vermieten Mofas, ein paar Mädels haben ein paar Flyer für Ho(s)tels und erstaunlicherweise gibt es keine ungeduldigen Geldwechsler, die jedem ein lautes "Cambio" an den Kopf werfen!

Colonia wurde 1680 von den Portugiesen gegründet und ist somit ganze 46 Jahre älter als die Hauptstadt Montevideo. In der Geschichte wechselten sich die Stadtherren ab, mal waren die Spanier, mal die Portugiessen die Besitzer. Die Stadt liegt auf einer Halbinsel am Ostufer am Río de la Plata und hat ein enges, kreuz und quer verlaufendes Netz von Gassen. Man kann die alten Befestigungsanlagen und das alte Stadttor anschauen und entlang kleiner Läden und Kolonialbauten schlendern.

Schwierig stellt sich die Sache mit dem Geldwechseln heraus, es dauert ein wenig bis ich auf der Av. General Flores ein Cambio-Büro finde. Für einen argentinischen Peso bekomme ich 7.50 uruguayische Pesos oder für einen Euro ganze 28 uy. Pesos.

Bevor ich meine Weiterreise vorsetze genehmige ich mir das anscheinend traditionelle Essen "chivito al plato", eine Platte mit Fleisch, viel Salat und Pommes, Kostenpunkt 109 uy. Pesos. Das war meine kurze Stippvisite, ich mache mich auf den Rückweg, in der Nähe des Hafes befindet sich der Busbahnhof, für 145 uy. Pesos buche ich eine knapp drei Stunden dauernde Fahrt nach Montevideo.

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